TheoPrax-Kommunikationszentrum


Gründung

 

Vertreter*innen des TheoPrax-Zentrums am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie, der TheoPrax Stiftung und der Offenen Jugendwerkstatt Karlsruhe (OJW) unterzeichneten am 18.10.2018 die Vereinbarung über den Aufbau und die Abwicklung eines TheoPrax-Kommunikationszentrums (TPK) an der OJW Karlsruhe zur Betreuung von Projektteams an Schulen und Hochschulen und zur Weiterentwicklung der TheoPrax-Methodik.

 

 

 

Aufgaben und Ziele

 

Seit 1996 wird die TheoPrax-Methodik an Schulen und Hochschulen praktiziert und fortlaufend verbessert.  Schwerpunkt der Methodik ist die TheoPrax-Projektarbeit bei der Projektteams „Projekte mit Ernstcharakter“ nach definierten Standards bearbeiten, unterstützt von Fachleuten und Mitarbeitern der TheoPrax-Kommunikationszentren und -Dependancen.

 

Der TheoPrax-Verbund von Partnern aus Schulen, Hochschulen, Verbänden, Vereinen, Kommunen, Städten, Großunternehmen, Stiftungen und kleinen  sowie mittelständischen Unternehmen ermöglicht über die TheoPrax-Projektarbeit die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, die Erhöhung der Motivation zum Lernen und die Förderung des unternehmerischen und selbstständigen Denkens von Lernenden und Lehrenden, die damit gleichzeitig an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Verbesserungen beteiligt sind.

 

TheoPrax trägt dadurch zur Qualitätssteigerung der Lehre in Aus- und Weiterbildung, in Schule und Hochschule bei und stärkt das Bewusstsein Jugendlicher und junger Erwachsener für wichtige zukunftsrelevante Themen der Gesellschaft, der Umwelt und der Forschung.

 

Die Einrichtung des TPK an der Offenen Jugendwerkstatt Karlsruhe e.V., die selbst seit 10 Jahren TheoPrax-Projekte in handwerklicher und ingenieurwissenschaftlicher Bearbeitung unterstützt und durchführt, ist gerade im Hinblick auf dieses Ziel eine große Bereicherung für die Umsetzung von möglichen Projektarbeiten.

 

 

Aktuelles

 

Aktuelle Seminarkursprojekte im Schuljahr 2022/2023, betreut von der TheoPrax-Stiftung und vom TPK OJW

 

Am Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe, am Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe, am Edith-Stein-Gymnasium in Bretten und am Reuchlin-Gymnasium in Pforzheim wird nach der TheoPrax-Methode gearbeitet. An diesen Gymnasien haben sich im laufenden Schuljahr 2022/2023 16 Seminarkursgruppen mit insgesamt 49 Schüler*innen gebildet, die bei ihrer Projektarbeit von der TheoPrax-Stiftung und dem TPK OJW betreut werden. Die Projektgruppen werden im Juli 2023 die Ergebnisse ihrer einjährigen Projektarbeit in einer Dokumentation und in einer Präsentation mit anschließendem Kolloquium vorstellen. Die beteiligten Schüler*innen erhalten dadurch die Möglichkeit eine Abiturprüfung zu ersetzen.

Die Thematik der in diesem Schuljahr zu bearbeitenden Projekte erstreckt sich von der Beschäftigung mit Wasserstoff als Energieträger der Zukunft über die angesichts der steigenden Temperaturen notwendige Entwicklung neuer daran angepasster Konzepte der Stadtplanung, die Entdeckung alternativer Wohnräume mit der Konstruktion eines nach eigenen Ideen entwickelten Tiny-Houses bis zur nachhaltigen Umgestaltung eines Firmengeländes.

Im Folgenden werden vier der aktuellen Projekte beispielhaft beschrieben.

 

Wasserstoff – Energieträger der Zukunft

Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ressourcenkonflikte, wie durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst, erfordern ein grundlegendes Umdenken und treiben die Energiewende voran. Welche Bedeutung hat grüner, durch regenerative Energiequellen erzeugter Wasserstoff für die Energiewende und en Klimaschutz? Worin liegen die Herausforderungen für Politik, Forschung, Industrie und Gesellschaft bei der Umstellung von fossilen Energiequellen auf Wasserstoff als zukünftigen Energieträger?

Ziel des Projektes ist die Auseinandersetzung mit der Problematik der Klima- und Energiekrise und die Schaffung eines reflektierten und auf einer ganzheitlichen Betrachtung basierenden Zugangs zum Thema Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Eine Visualisierung der Ergebnisse z.B. in Form eines Videos wird angestrebt.

 

Hitze in Städten – klimaangepasste Stadtentwicklung

Bedingt durch den Klimawandel steigen die Temperaturen. Der Sommer beginnt früher und in vielen Regionen werden neue Hitzerekorde erreicht. Vor allem die Städte heizen sich an heißen Sommertagen immer mehr auf. Gleichzeitig zieht es die Menschen weltweit in die Städte. So leben in Deutschland jetzt schon drei von vier Menschen in einer Stadt. Wie müssen die Städte der Zukunft gestaltet sein, damit sie für ihre Bewohner*innen einen angemessenen Lebensraum darstellen? Welche Stadtentwicklungskonzepte braucht es? Welchen Beitrag können die einzelnen Bürger*innen leisten, um ihr Stadtklima zu verbessern?

In der Auseinandersetzung mit der klimabedingten Aufheizung der Städte sollen die Auswirkungen auf die Städte dargelegt und mit Hilfe einer ganzheitlichen Betrachtung Lösungsansätze und Maßnahmenkonzepte erarbeitet werden. Ausgehend von beispielhaften Stadtentwicklungen weltweit soll ein Bezug zur eigenen Stadt, zum eigenen Lebensumfeld hergestellt werden. Das erarbeitete Konzept soll visualisiert und im Ortschaftsrat Durlach vorgestellt werden

 

Elektroautos – Autos mit großem Klimaeffekt?

Bei der Bewältigung der Klimakrise setzen Politik und Wirtschaft immer mehr auf Elektroautos. Der Kauf wird finanziell gefördert, die Produktionszahlen steigen, immer mehr Autohersteller verabschieden sich vom Verbrennermotor Kritiker warnen vor einer zu positiven Bewertung des Klimaeffekts von Elektroautos. Welche Vor- und Nachteile bietet die neue Autogeneration?

Neben einer Einarbeitung in die Grundlagen der Themen Elektroauto, Veränderung der Automobilindustrie und ihre sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen, Klimakrise, Klimaeffekt etc. soll mit Hilfe einer ganzheitlichen Betrachtung und anhand eines Kriterienkataloges das Elektroauto im Hinblick auf den Klimaeffekt analysiert werden und die Ergebnisse kritisch betrachtet, eingeordnet und bewertet werden.

 

Aktionswoche – Mauk Gartenwelt

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen im Bereich Außenwerbung und Kundenkontakt plant die Unternehmensleitung der Mauk-Gartencenter eine regelmäßig stattfindende Aktionswoche an den verschiedenen Standorten, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und die Interaktion mit Kunden, sowohl Stamm- als auch Neukunden, zu fördern. Dabei sollen die lokalen Besonderheiten der verschiedenen Standorte berücksichtigt und Marketing- und Public-Relations-Strategien passend für die Gartenmarktbranche unter Einbeziehung moderner Kommunikationskanäle, social media, entwickelt und eingesetzt werden.

 

Ziel ist die Ausarbeitung eines Konzepts für die Aktionswoche an den verschiedenen Standorten und die konkrete Planung, Organisation und Durchführung der Aktionswoche am Standort Karlsruhe-Grötzingen im Mai/Juni 2023.

 

Kontakt

 

Herbert Siebach

 

TheoPrax-Kommunikationszentrum                                      TheoPrax-Stiftung

Offene Jugendwerkstatt Karlsruhe                                         am Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT)

Hohenwettersbacher Straße 36                                             Joseph-von-Fraunhofer-Straße 7

76228 Karlsruhe                                                                      76327 Pfinztal-Berghausen

 

Telefon: +49 162 7396048

 

herbert.siebach@theoprax-stiftung.de 

 

Dörthe Krause

 

doerthe.krause@theoprax-stiftung.de