Wieder weit über 400 Besucher beim Infotag&Basar der OJW

 

Offene Jugendwerkstatt Karlsruhe e. V. veranstaltete am 19. November 2017 einen sehr gut besuchten Infotag&Basar

 

Auch in diesem Jahr war der Infotag&Basar ein voller Erfolg. Mit weit mehr als 400 begeisterten Besuchern und 40 OJW-Betreuern erfreute sich die Veranstaltung zum wiederholten Mal großer Beliebtheit. „Wir sind mit der Besucherzahl und dem Ergebnis der diesjährigen Veranstaltung außerordentlich zufrieden. Zeitweise standen die Gäste im weitläufigen Steinbruchgelände dicht gedrängt und beteiligten sich an den zahlreichen Mitmachaktionen oder schauten den Vorführungen der selbstgebastelten Fahrzeuge interessiert zu“, kommentierte der Vereinsvorstand Peter Eyerer den zweiten Infotag&Basar der Offenen Jugendwerkstatt e. V. (OJW) am vergangenen Sonntag auf dem Areal des Steinbruchs an der Hohenwettersbacher Straße in Grünwettersbach.

 

Mit dem Tag der offenen Tür vor zwei Jahren, einer gleichartigen Veranstaltung im vergangenen Jahr, war es nun das dritte, größere Event der OJW nach dem Umzug von Stupferich nach Grünwettersbach. „Wir sind überwältigt von der Resonanz und der allseitigen Unterstützung, ohne die ein erfolgreiches Arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen nicht möglich wäre. Besonderer Dank gilt den zahlreichen Sponsoren und Förderern“, betonte Eyerer am Rande der Veranstaltung.

 

Nach dem Umzug in die neuen und großzügigen Räumlichkeiten und dem intensiven Ausbau der Infrastruktur konnte im Zuge der Veranstaltung auch die Schmiede ihrer Bestimmung übergeben werden. Dabei dankte der OJW-Vorstand Heiner Vogel, der wegen einer mehrwöchigen Asienreise leider nicht anwesend sein konnte, für seine außerordentlich großzügige Spende von acht Profimaschinen für die Holz- und Metallbearbeitung. Dank seiner und der weiteren vielen Spenden konnte die OJW ihr Aktivitäten-Angebot für Kinder und Jugendliche deutlich ausweiten. Nun können auch mehr Schüler-Gruppen aus den Schulen der Region in der OJW an Projekten arbeiten und so den Schulunterricht mit praktischen Erfahrungen (Projektarbeiten an Themen aus der Industrie) ergänzen.

 

Drechselarbeiten, Bilder aus der „Farbschleuder“, Blechformen, Kälberstricke, Kerzenziehen und die Anfertigung von Schmuck in der Edelmetallwerkstatt waren an diesem Tag die Mitmach-Höhepunkte. In einem High-Tech 3-D-Drucker des FabLab e. V. Karlsruhe entstanden Namensschilder und phantasievolle Gegenstände. Wer Lust und Mut hatte, durfte Schraubenmännchen schweißen und konnte so das Elektroschweißen kennenlernen. Im weitläufigen Freigelände konnten die kleinsten an einer Schokokuss-Kanone und einem Glücksrad ihre Geschicklichkeit und ihr Glück unter Beweis stellen oder die dargebotenen Seifenkisten testen. Die vorweihnachtlich dekorierten und gastlich eingerichteten Schmuck-, Holz,- Metall- und Fahrzeug-Werkstätten boten neben einem Basar und Flohmarkt Getränke, heiße Würstchen und, dank großzügiger Kuchenspenden, ein reichhaltiges Kuchenbuffet. An dieser Stelle bedanken sich alle Aktiven der OJW bei den zahlreichen Kuchenspenderinnen und Spendern. Ein vorzüglicher Glühwein rundete das Getränkeangebot ab. Die im Basar erhältlichen Weihnachts-Deko-Artikel aus Holz, Beton, CFK, Stahl und Edelmetallen wurden von Betreuerinnen, Betreuern und Jugendlichen an den vorangegangenen Wochenenden selbst gefertigt. So entstand auf dem gesamten Campus ein idealer Rahmen zum Einkaufen, zum Verweilen und zum gegenseitigen Kennenlernen. „Unglaublich, was ihr da auf die Beine gestellt habt“, war ein häufiger Kommentar von Besuchern. „Eine wunderbare Kulisse“, meinet der Wettersbacher Ortsvorsteher Rainer Frank mit Blick auf die naturnahe Steinbruchwand, die die Veranstaltung umrahmte. Und der OB von Ettlingen, Johannes Arnold, nahm den Schwung zur Gründung einer OJW-Zweigstelle in seine Stadt mit.

 

Ob die Kinder und Jugendlichen denn alle Geräte ohne weiteres benutzen könnten, interessierte viele Besucher. Worauf die Betreuer gerne ausführten, dass die Jugendlichen nach gründlicher Einweisung – insbesondere auch zur Sicherheit – an den Maschinen und Geräten unter Aufsicht selbständig arbeiten dürfen. „Das didaktische Konzept erfordert ja gerade das selbständige Arbeiten. Das unterscheidet uns von der Schule. Theorie und Praxis lassen sich nur dann erfolgreich und für den Nachwuchs motivierend verbinden, wenn sie ihre Projektziele weitestgehend selbständig erreichen können“, betonte Eyerer immer wieder.

 

Alles in Allem, da waren sich die Aktiven an diesem Tag einig, war es eine rundum gelungene Veranstaltung, an der den interessierten Besuchern sehr viel Informatives, aber auch Hand(werk)festes, präsentiert werden konnte. Auf die Frage, ob es im kommenden Jahr auch wieder eine solche Veranstaltung geben wird, kam ein spontanes „ja natürlich!“

 

MP 20171120

 

 

Bild 1: Vater und Sohn beim Sägen – gemeinsam geht es besser

 

 

Bild 2: Schweißen will gelernt sein

 

Von den, in den Fotografien abgebildeten Personen haben wir eine Freigabeerklärung.